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Experten-Tipps

ApaCare Team

Die 10 wichtigsten Zahnpflege-Tipps

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Zahnbeläge und Plaque sind ganz natürlich. Schon Minuten nach z. B. einer professionellen Zahnreinigung beim Zahnarzt werden die Zahn- und Wurzeloberflächen durch Bakterien, den sogenannten Biofilm (Plaque), besiedelt. Unbeeinflusst reifen die Bakterien im Biofilm nach 24–72 Stunden heran und können Krankheiten wie Karies und Parodontitis verursachen.

Um dies zu vermeiden, sollten die Zähne täglich 2-mal gereinigt werden:

Morgens:

gründliches „Reinigungsputzen“ > 3 Minuten (vor dem Frühstück). Biofilme müssen möglichst vollständig entfernt werden.

Abends:

„Pflege- und Wohlfühlzähneputzen“. Wichtige Inhaltsstoffe der Zahncreme (Fluorid, flüssiger Zahnschmelz) sollen an die gesäuberte Oberfläche angelagert werden (frühestens 2 Stunden nach dem Genuss saurer Mahlzeiten/Getränke).

Experten-Tipp:
Vielfach tägliches Zähneputzen am Tag ist überflüssig. Im Gegenteil: mehrfach unvollständiges Putzen ist fast wie gar nicht putzen. Zudem besteht die Gefahr, den Zahnschmelz zu schädigen (Abrasionen, Erosionen).

Beim Zähneputzen wird der Speichelfluss angeregt. Zusätzlich zur Reinigung werden die Zahnoberflächen mit wichtigen Speichelmineralien, vor allem Kalzium, regeneriert. Zusammen mit dem wichtigen Fluorid aus der Zahncreme bildet sich nach etwa 3 Minuten eine Kalzium-Fluorid-Schutzschicht auf den Zähnen, die angegriffenen Zahnschmelz remineralisiert und spätere Säureangriffe abblockt. Diese Schutzschicht muss 2-mal täglich neu aufgebracht werden (Zähneputzen).

Experten-Tipp:
Nach dem Zähneputzen die fluoridhaltige Zahncreme nur ausspucken, nicht ausspülen!

Die beste und effizienteste Zahnreinigung gelingt im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenalter mit schnellschwingenden, maschinellen (elektrischen) Zahnbürsten. Manche Anwender präferieren Schallzahnbürsten, andere rotierende – wichtig ist, dass sich die Bürsten schnell

Der Bürstenkopf sollte nicht zu groß sowie mittelhart sein und spätestens alle 2 Monate ausgetauscht werden. Die Bürste wird schräg gegen Zahn und Zahnfleisch gehalten und nur leicht angedrückt (das Zahnfleisch wird gerade leicht weißlich). Den Rest macht die Bürste von alleine.

Wer möchte, kann die Bürsten auf der Stelle leicht rotieren oder zum offenen Mund hin auswischen. Hin- und Her-Bewegungen über die Zahnreihe verschlechtern das Putzergebnis und können Schäden am Zahnhals oder Zahnfleisch verursachen (bitte vermeiden).

Experten-Tipp:
Maschinelles Putzen ist besser als manuelles Putzen mit Handzahnbürsten!

Jungen Erwachsenen mit gesundem Zahnfleisch empfehlen wir Zahnseide. Diese gibt es heute besonders gleitfähig. Ihre Apotheke berät Sie gerne.

Bei Zahnfleischrückgang oder Parodontitis sind Zahnzwischenraumbürstchen der richtigen Größe (klemmen nicht) zu empfehlen.

Experten-Tipp:
1-mal täglich reicht.

Eine moderne Zahncreme reinigt schonend und enthält in jedem Fall Fluorid. Kinder bis zum 6. Lebensjahr brauchen 500 ppm Fluorid (Kinderzahncreme). Kinder ab dem 6. Lebensjahr, Jugendliche und Erwachsene benötigen bis 1500 ppm Fluorid (Jugend- oder Erwachsenenzahncreme).

Ganz moderne Zahncremes enthalten zusätzlich flüssigen Zahnschmelz (medizinisches Hydroxylapatit), um mit jedem Putzen eine glättende Zahnschmelzschutzschicht auf der Zahnoberfläche aufzubauen. Diese heilt kleine Zahndefekte, vermindert Überempfindlichkeiten und hellt schonend auf.

Experten-Tipp:
Fluorid mit flüssigem Zahnschmelz. Wir empfehlen ApaCare® Zahnpflegeprodukte, auch wegen der guten Verträglichkeit und dem konsequenten Verzicht auf Konservierungsmittel etc.

Wer zu Verfärbungen oder Zahnstein neigt, sollte 1–2-mal pro Woche seine Zähne anstelle der Zahncreme mit einer schonenden Polierpaste reinigen. So kann man die professionelle Zahnreinigung vom Zahnarzt konsequent zu Hause fortsetzen.

Experten-Tipp:
1–2-mal pro Woche ApaCare® Polish Zahnpolierpaste anstelle der Zahncreme verwenden.

Professionelle Reparaturpasten wie z. B. ApaCare® Repair Intensiv Reparatur sehen aus wie Zahnpasta, sind aber keine! Es sind hochkonzentrierte Reparatur-Gele mit flüssigem Zahnschmelz (medizinisches Hydroxylapatit) zur Intensivprophylaxe gegen Karies. Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn man die Reparaturpaste nach dem Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahncreme auf die sauberen Zahnoberflächen aufträgt.

Poren und Risse werden mit einer Schutzschicht überzogen, Entkalkungen können zurückgebildet werden, Empfindlichkeiten verlieren sich und die Zähne werden weißer.

Experten-Tipp:
Abends nach dem Zähneputzen ApaCare® Repair Intensiv Reparatur mit der Zahnbürste oder dem Finger auftragen, verteilen, ausspucken und über Nacht einwirken lassen. Nicht ausspülen!

Mundspülungen sollten schonende antibakterielle Wirkkomplexe enthalten. Diese dringen in die Zahnbeläge (Biofilm) ein und hemmen die krankmachenden Bakterien nachhaltig. Mundspüllösungen eignen sich in aller Regel nicht für Kinder unter dem 12. Lebensjahr und sollten vor allem von Erwachsenen mit Zahnfleischproblemen oder Parodontitis langfristig regelmäßig angewendet werden.

Experten-Tipp:
2-mal täglich 30 Sekunden mit ApaCare® Liquid spülen. Zwischendurch, wenn möglich nicht im direkten Anschluss an das Zähneputzen.

Kaugummi kauen regt den Speichelfluss an und puffert dadurch bakteriell bedingte, schädliche Säuren ab.

Doch Sie können mehr tun!

Zahnpflegekaugummis wie z. B. ApaGum® enthalten 100 % Xylitol (natürlicher Birkenzucker) und können so Karies um bis zu 100 % vorbeugen. Zudem sind wichtige Zahnschmelzmineralien enthalten, welche die Remineralisation der Zähne sehr nachhaltig unterstützen.

Experten-Tipp:
6 Wochen Antikaries-Kaugummi-Kur (Kurpackung)!
Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: 3-mal täglich 2 ApaGum® Kaugummis
Kinder ab dem 3. Lebensjahr: 3-mal täglich 1 ApaGum® Kaugummi

Professionelle Zahnreinigungen werden in regelmäßigen Abständen vom Zahnarzt oder dessen Hilfspersonal durchgeführt. Ziel ist es, Zahnstein und Beläge professionell zu entfernen und die Zahnoberfläche zu polieren.

Wichtig:
Die professionelle Zahnreinigung kann die häusliche Zahnpflege und die Prophylaxe nur unterstützen, keinesfalls ersetzen.

Experten-Tipp:
Bedarfsorientierte Termine mit dem behandelnden Zahnarzt vereinbaren. In der Regel 1-mal, selten 2-mal und ganz selten 4-mal jährlich zur Zahnreinigung.

Die 10 wichtigsten Tipps zu Mundgeruch

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Mundgeruch ist der Überbegriff für unterschiedliche Formen an unangenehm riechender Atemluft. Der Genuss bestimmter Speisen wie Zwiebeln oder Knoblauch, Genussmittel wie Tabak oder Alkohol oder ein nüchterner Magen können kurzfristig Mundgeruch verursachen.

Bei dauerhaftem Mundgeruch unterscheidet man zwei Formen:

1. Mundgeruch, der nur beim Ausatmen durch den Mund von Fremden wahrgenommen wird (medizinisch Foetor ex ore) und seine Ursachen im Mund-, Nasen- oder Rachenraum hat.

2. Unangenehmer Geruch beim Ausatmen durch die Nase, der auch vom Betroffenen wahrgenommen wird (medizinisch Halitosis) und dessen Ursachen meist von Erkrankungen des Verdauungsapparates, der Atmungsorgane oder des Stoffwechsels herrühren.

Experten-Tipp:
Mundgeruch ist keine Krankheit, langfristig oft ein Zeichen mangelnder Mundhygiene oder ein Begleitsymptom systemischer Erkrankungen. Ältere sind häufiger betroffen als Jüngere, Männer häufiger als Frauen.

In weit über 90 % aller Fälle handelt es sich um sogenannten Foetor ex ore. Nicht „der Magen“ ist verantwortlich, sondern bakteriell bedingte Fäulnisprozesse, vor allem in der Mundhöhle.

Experten-Tipp:
Cofaktoren wie Stress oder einseitige Ernährung / Diätetik können Mundgeruch begünstigen.

Die Verursacher des üblen Geruchs sind Schwefelverbindungen, biogene Amine, Ketone oder kurzkettige Carbonsäuren, die aus der bakteriellen Zersetzung organischer Substanzen aus Nahrungsmitteln oder abgeschilferten Schleimhautzellen in Bakterienbelägen entstehen.

Die Mundhöhle und der Rachenraum bieten mit den vielen Nischen und Rauheiten an den Zähnen, der Zunge und den Mandeln ideale Voraussetzungen dafür.

Experten-Tipp:
Bakterielle Beläge auf dem Zungenrücken, in Zahnzwischenräumen und mangelhaftem Zahnersatz sind die häufigsten Ursachen für unangenehmen Mundgeruch (Foetor ex ore).

  • Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) und Zahnfäule (Karies)
  • Verminderter Speichelfluss (Mundtrockenheit), auch in Verbindung mit Mundatmung, Schnarchen oder der Einnahme bestimmter Medikamente wie Blutdrucksenker, Antidepressiva etc.
  • Bakterielle Entzündungen des Mund- und Rachenraumes wie Rachenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen etc.
  • Sehr selten: Tumoren im Mund- und Rachenbereich
  • Lungenerkrankungen wie Bronchitis

Experten-Tipp:
Erkrankungen des Verdauungstraktes (Speiseröhre, Magen, Darm), Infektionen wie Helicobacter pylori, Diabetes mellitus oder Vergiftungen (Phosphor, Arsen, Selen) sind nur in wenigen Ausnahmefällen der Grund für unangenehmen Mundgeruch.

Manche Menschen nehmen an sich selbst Mundgeruch wahr, obgleich objektiv kein Mundgeruch vorliegt (Halitophobie). Dies kann Ängste auslösen bis hin zu zwanghaften Vorstellungen oder Handlungen.

Experten-Tipp:
Mundgeruch kann man messen. Am genauesten durch eine gaschromatographische Analyse der Atemluft, zum Beispiel beim Zahnarzt. Sprechen Sie Ihren Zahnarzt beim nächsten Besuch einfach an. So können Sie ganz sicher sein!

Die Basis jeder Therapie ist eine sorgfältige Diagnose durch den Zahnarzt und/oder Arzt, um die auslösenden Faktoren zu identifizieren. Liegt eine systemische Allgemeinerkrankung zu Grunde, gilt es, diese kausal zu therapieren. Oftmals jedoch ist eine Zahnsanierung, Zahnfleisch- oder Parodontitisbehandlung oder eine professionelle Zahn- und vor allem Zungenreinigung erforderlich.

Sind Medikamente mit ursächlich, gilt es zu prüfen, ob diese geändert werden können. Bei Kindern und Jugendlichen stellt sich zudem nicht selten die Frage nach einer „Mandelentfernung“ (Tonsillektomie), was mit dem Hals-Nasen-Ohrenarzt erörtert werden muss.

Experten-Tipp:
Eine effektive Behandlung des Mundgeruches hebt das Selbstwertgefühl der Betroffenen und verbessert nachhaltig die Lebensqualität.

Zumindest, wenn es darauf ankommt, sollten Nahrungsmittel wie Knoblauch, Zwiebeln oder auch Kohl, die direkt Mundgeruch erzeugen, gemieden werden. Auch Alkohol, Kaffee und Nikotin sollten überdacht und in Maßen genossen werden.

Viel Trinken (Wasser oder Tee) hilft viel. Auch Hausmittel wie das Kauen von Ingwerwurzeln oder Petersilie können helfen.

Experten-Tipp:
Das Wichtigste zur Vorbeugung gegen Mundgeruch ist eine sorgsame tägliche Zahn- und Zungenreinigung, am besten in Verbindung mit einer zweimal täglichen Mundspüllösung (siehe „Die 10 wichtigsten Zahnpflegetipps“).

Am effektivsten ist die Zahn- (und Zungen-) Reinigung mit maschinellen Zahnbürsten mittlerer Härte in Verbindung mit einer fluoridhaltigen Zahncreme.

Besonders die Zahnzwischenräume sollten einmal täglich mittels Interdentalbürstchen oder Zahnseide sorgsam gereinigt werden.

Experten-Tipp:
Zahncremes mit medizinischem Hydroxylapatit verringern zudem die Anlagerung von Zahnbelägen auf den Zahnoberflächen, was sich zusätzlich positiv auswirkt.

Besonders das hintere Zungendrittel bildet für geruchsverursachende Bakterienbeläge einen idealen Lebensraum und sollte täglich gebürstet werden. Dies gelingt mit der herkömmlichen Zahnbürste oder mit speziellen Zungenschabern.

Experten-Tipp:
Mit sanftem Druck von hinten nach vorn: Strecken Sie die Zunge heraus und halten Sie die Zungenspitze vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger fest. Mit der anderen Hand bewegen Sie die Zahnbürste oder den Zungenreiniger mit sanftem Druck mehrmals von weit hinten nach vorn. Säubern Sie die Bürste/den Reiniger zwischendurch.

Mundspüllösungen enthalten antibakterielle Wirkkomplexe, die bei zweimaliger Spülung täglich für 20 – 30 Sekunden, am besten unabhängig vom Zähneputzen (also zwischendurch), die Bakterienbeläge im Mund nachhaltig bis zu 24 Stunden hemmen können. Dies kann Karies und Parodontitis und vor allem auch Mundgeruch nachhaltig vorbeugen.

Experten-Tipp:
Zähneputzen und Spülen ist immer besser als Zähneputzen alleine.

Die 10 wichtigsten Tipps zur Parodontitis/Zahnfleischentzündung

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Gesunde Zähne sind mit einem feinen Wurzelhäutchen überzogen, das mit dem Knochen im Zahnfach verwachsen ist. Darüber liegt das Zahnfleisch in 1–2 mm dicker Schicht. Gesundes Zahnfleisch haftet mit vielen kleinen Saugnäpfchen am Zahnhalsbereich des Zahnes. Dieses hindert die Bakterien und die Plaque daran, zwischen Zahnfleisch und Zahn bis zum Kieferknochen vorzudringen.

Experten-Tipp:
Gesundes Zahnfleisch ist straff, zartrosa, leicht getüpfelt und blutet bei Berührung sowie beim Zähneputzen nicht. Die „rote Ästhetik“ ist ein ganz wichtiger Faktor für ein strahlend schönes Lächeln.

Vermehrte Plaquanlagerung oder Zahnsteinbildung kann zu Zahnfleischentzündungen führen. Ursächlich sind Bakterien in den Zahnbelägen, die zu einer vermehrten Durchblutung und Auflockerung des Zahnfleisches führen. Das Zahnfleisch schwillt an und blutet bei Berührung oder beim Zähneputzen. Zahnfleischentzündungen können auch Ausdruck hormoneller Wechselwirkungen sein (z. B. Schwangerschaft, Pille etc.) oder in Verbindung mit Allgemeinerkrankungen (z. B. Diabetes) oder Medikamentenwechselwirkungen (z. B. blutdrucksenkende Mittel, Antiepileptika etc.) auftreten.

Experten-Tipp:
Zahnfleischbluten kann meist erfolgreich durch eine professionelle Zahnreinigung vom Zahnarzt behandelt werden. Gründliches Zähneputzen beugt optimal vor (siehe Ratgeber zur Zahn- und Mundpflege).

Genetisch bedingte (erbliche Vorbelastung) und im Laufe des Lebens erworbene Risikofaktoren wie etwa Allgemeinerkrankungen (z. B. Diabetes, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Autoimmunerkrankungen etc.), Medikamentennebenwirkungen (s. Tipp 2), Lebensgewohnheiten (z. B. Rauchen) oder Stress können zu überschießenden Immun-(Abwehr-)reaktionen am Zahnfleisch und am Zahnhalteapparat führen.

Der Körper bildet dann auf die (normale) bakterielle Infektion Botenstoffe, die zum Abbau des Zahnhalteapparates und des knöchernen Zahnfaches führen. In der Folge können sich Knochen und (oft) Zahnfleisch zurückbilden. Es kommt zu freiliegenden Wurzeloberflächen, nicht selten mit Überempfindlichkeiten, Zahnwanderung und Zahnlockerung. Im Endstadium ist das Zahnfach am Kieferknochen abgebaut und die Zähne fallen aus.

Experten-Tipp:
Parodontitis ist oftmals die Folge erblicher Veranlagung und kann durch Allgemeinerkrankungen oder Lebensgewohnheiten wie z. B. Rauchen und vor allem Stress begünstigt werden.

Früher glaubte man, „Parodontose“ wäre ein altersbedingter Knochenschwund im Sinne eines Knochenumbaus mit fortschreitendem Alter. Man dachte auch, dass Überbelastungen der Zähne zu Knochenschwund führen könnten. Wissenschaftliche Erkenntnisse haben dies jedoch im Laufe der Jahre widerlegt. Heute weiß man, dass „Parodontitis“ eine entzündliche Krankheit ist, die zwar bakteriellen Ursprungs ist, aber durch immunologische Überreaktion, wie vorstehend beschrieben, zustande kommt.

Experten-Tipp:
Einmal Parodontitis – Immer Parodontitis Wer einmal an Parodontitis erkrankt ist in der Regel ein Leben lang betroffen. Die Ursachen sind nicht heilbar. Die moderne Zahnheilkunde kann jedoch durch immer wiederkehrende Vorbeugebehandlungen den Fortschritt der Erkrankung in den meisten Fällen effektiv stoppen.

Viele Menschen leiden an freiliegenden Zahnhälsen und Überempfindlichkeiten. Diese können auch andere Ursachen haben. So kann es z. B. bereits im Wachstum zu Knochenfenstern am Zahnhalteaparat kommen oder die freiliegenden Wurzeloberflächen konnen Folge von umfangreichen kieferorthopädische Wurzelbewegungen oder falscher Zahnputztechnik sein (meist zu hoher Anpressdruck der Zahnbürste).

Experten-Tipp:
Freiliegende Zahnhälse können oft belassen werden. Die betroffenen Zähne sind in der Regel nicht zusätzlich verlustgefährdet. Bei optischen Beeinträchtigungen können diese durch mikrochirurgische Zahnfleischverschiebungen oder -transplantationen sehr erfolgreich gedeckt werden.

Besonders kritisch ist die sogenannte aggressive Parodontitis, die in aller Regel bei Patienten schon in jüngeren Jahren (unter dem 40. Lebensjahr) auftreten kann und von raschem Fortschritt begleitet ist. Betroffene Patienten müssen schnell und effektiv behandelt werden. Oftmals sind Zahnentfernungen notwendig. Bei der sogenannten chronischen Parodontitis (erwachsene Patienten älter als 40. Lebensjahr) sind die Verläufe langsamer und die Prognosen viel besser. In aller Regel können die Zähne langfristig erhalten werden.

Experten-Tipp:
Parodontitis kann auch in Verbindung mit Allgemeinerkrankungen auftreten. In unklaren Fällen sollte eine Labormedizinische Blutuntersuchung oder eine internistische Abklärung erfolgen.

Warnsignalen wie Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang, Mundgeruch (siehe „Die 10 wichtigsten Tipps zu Mundgeruch“) oder Zahnwanderung sollte frühzeitig nachgegangen werden. Der Zahnarzt kann durch einen einfachen sogenannten Parodontalen Screening Index eine Parodontitis binnen weniger Sekunden ausschließen. Bei Betroffenen werden Taschenbefunde und Röntgenuntersuchungen erstellt oder spezielle Risikotests bis hin zur Gendiagnostik vorgenommen, um die Ursachen und den Fortschritt der Erkrankung festzustellen.

Experten-Tipp:
Die moderne Zahnmedizin erlaubt eine sehr gezielte Diagnostik. Die genauen Kenntnisse der individuellen Risikofaktoren sind entscheidend für den Behandlungserfolg.

Das Schreckensgespenst „Operation“ oder „Abschaben der Wurzeloberflächen“ ist längst Vergangenheit. Heutzutage gibt es sehr schonende und sehr erfolgreiche Behandlungsalternativen: Mit dünnen im Schalloder Ultraschallbereich schwingenden Sonden, auch durch intensive Spülung, werden befallene Wurzeloberflächen sorgfältig von Auflagerungen wie Plaque, Bakterienschichten oder Zahnstein gereinigt.

Die Feinreinigung der Poren an der Wurzeloberfläche erfolgt mit schonenden Pulverpartikeln z. B. aus synthetischem Zahnschmelz in einem Luft-/Wasserspray, das in die Zahnfleischtaschen eingesprüht wird. Taschen ab 5 mm Tiefe können danach mit blauem Farbstoff beschickt und mit Laserlicht desinfiziert werden (PACT® – photoaktivierte Therapie). Letzteres ersetzt oftmals die bis vor kurzem übliche Antibiotikagabe und hat keine Nebenwirkungen. Bei sehr tiefen Taschen können regenerationsfördernde Gele in die Tasche appliziert werden.

Experten-Tipp:
Eine moderne Parodontitis-Behandlung ist in aller Regel schmerzarm oder mit schonender Anästhesie (zahnärztliche Spritze) schmerzfrei. Nachwirkungen gibt es extrem selten.

Nach der Behandlung ist vor der Prophylaxe

Nach der erfolgreichen Parodontal-Erstbehandlung (s. Tipp 8) strafft sich das Zahnfleisch und bildet im günstigsten Fall neue feine saugnapfartige Haftstrukturen auf der gereinigten Zahnwurzeloberfläche aus. Eine knöcherne Regeneration bleibt jedoch in aller Regel aus. Auch die Grundneigung zur Parodontitis (genetische und erworbene Risikofaktoren, s. Tipp 3) und die damit verbundene Neigung zur immunologischen Überreaktion bleiben in aller Regel unbeeinflusst. Insofern ist Parodontitis dem Grunde nach „unheilbar“. Der entzündungsfreie Zustand und damit verbunden der Stillstand für weiteren Knochenabbau bleibt, von Mensch zu Mensch verschieden, nur für ein gewisses Zeitintervall stabil. Dieses muss individuell bestimmt werden, um die Parodontitistherapie (sogenannte Unterstützende Parodontaltherapie, UPT) in abgewandelter oder analoger Form in diesen Abständen zu wiederholen.

Experten-Tipp:
Das können Sie beitragen: Eine regelmäßige effiziente Zahnpflege (siehe ApaCare® Zahnpflegetipps) in Verbindung mit 2-mal tgl. 20 s ApaCare® Liquid Mundspülung!

geht über eine professionelle Zahnreinigung oftmals (weit) hinaus.

Sogenannte professionelle Zahnreinigungen betreffen die Zahnsteinentfernung und Zahnreinigung der sichtbaren Zahnoberflächen oberhalb des Zahnfleisches. Durch diese Reinigung werden die Bakterienbeläge auf der Wurzeloberfläche unterhalb des Zahnfleischsaumes nicht beeinflusst. Gerade die letzteren sind es aber, die eine Parodontitis verursachen. Aus diesem Grunde müssen die Wurzeloberflächen auch unterhalb des Zahnfleischsulkus (-saumes) regelmäßig gereinigt werden (Unterstützende Parodontaltherapie/UPT, s. Tipp 9). Dies macht der Zahnarzt oder speziell geschultes Fachpersonal (Dental Hygienist, Prophylaxe-Spezialist etc.). Die erste Kontrolle/ UPT findet in der Regel 6 – 8 Wochen nach der Parodontitis- Ersttherapie statt, danach nach 3 Monaten. Der 3-Monatsabstand wird unter regelmäßiger Kontrolle je nach Entzündungsneigung auf 6, 9 oder 12 Monate verlängert oder bei Wiederaufkommen (z. B. in Risikozeiten: Schwangerschaft, Wechseljahre, Allgemeinerkrankungen, Medikamenteneinnahme) verkürzt.

Experten-Tipp:
Wissenschaftliche Studien zur Parodontitis zeigen, dass es durch zielgerichtete Parodontitisbehandlungen in Verbindung mit regelmäßiger intensiver Erhaltungstherapie in den meisten Fällen möglich ist, auch im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium die Zähne mit sehr hohen Erfolgsprognosen über lange Zeiträume (20 Jahre) bis ins hohe Alter zu erhalten.

Die 10 wichtigsten Tipps für weiße Zähne und zum Bleichen

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Unsere Zahnfarbe ist genetisch bestimmt. Auch die Zahnform und -stellung beeinflussen die Wahrnehmung; so wirken große Zähne und eine harmonische Zahnstellung „weißer“. Der Farbeindruck entsteht durch Lichtreflektion, teilweise an der äußeren Oberfläche des weißlich durchscheinenden (transparenten) Zahnschmelzes, teilweise im Inneren des Zahnes am Übergang zum gelblichen Zahnbein (Dentin).

Der Zahnschmelz ist im Bereich der Schneidekante dicker als am Zahnhals und dadurch weißer, aber auch transparenter. Am Zahnhals und Übergang zum Zahnfleisch erscheinen viele Zähne aufgrund des durchschimmernden Dentins etwas „gelblicher“.

Im Laufe des Lebens wird der Zahnschmelz kontinuierlich dünner und die Zähne folglich gelber. Hinzu kommen Verfärbungen auf den Zähnen durch Zahnbeläge, Nahrungsrückstände, Lebensgewohnheiten (Kaffee-, Teebeläge), Teerrückstände (Rauchen) usw. Des Weiteren können bei der Bildung des Zahnschmelzes auftretende Mineralstörungen, Fluoridüberdosierungen (z. B. Dentalfluorose) oder Einlagerungen z. B. als Medikamentennebenwirkungen (z. B. Antibiotika wie Tetrazykline) zu weißlichen, gelblichen oder bräunlichen Farbflecken führen, die nicht selten auch mit Strukturanomalien wie Rillen oder Tüpfelung verbunden sein können (z. B. Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation). Solche Farbeinlagerungen gibt es auch im Zahnbein. Ferner begünstigen z. B. undichte Zahnfüllungen oder Kronen Risse in den Zähnen, was das Eindringen von unschönen (gelben oder braunen) Farbstoffen in die äußeren Zahnstrukturen begünstigen kann.

Auch traumatische Einblutungen z. B. nach einem Unfall (zumindest zeitweise Blauverfärbung der Zähne) oder braun-schwarze Farbstoffe aus abgestorbenem Pulpa (Zahnnerv)-Gewebe (s. o.) oder durch Freisetzung aus Wurzelkanalfüllmaterialien können vom Zahninneren heraus (dem ehemaligen Pulpa-Hohlraum) zu durchscheinenden braun-schwarzen Zahnverfärbungen führen.

Schönheit entsteht durch eine Harmonie des Gesamtbildes. Zahnund Kopfform stehen genauso in Relation wie Haut-, Augen- und Zahnfarbe.

Schöne Zähne ohne schönes Zahnfleisch gibt es nicht. Schönheit und Gesundheit sind eng verbunden. Jedes Lebensalter hat seine eigene Schönheit. Viele Gewebe ändern sich, schön ist, wenn die Relationen zueinander bleiben.

Unschönen Zahnverfärbungen und Zahnfleischentzündungen muss regelmäßig vorgebeugt werden. Dies gelingt am besten durch eine regelmäßige Zahnpflege zweimal täglich mit einer elektrischen Zahnbürste und geeigneter fluoridhaltiger Zahnpasta (z. B. ApaCare® Zahncreme mit flüssigem Zahnschmelz – siehe Ratgeber Zahnpflege). Viele Farbbeläge setzen sich dennoch an. Diese können ab dem 12. Lebensjahr ein- oder zweimal wöchentlich durch eine Polierpaste anstelle der Zahncreme zu Hause schonend mit der Zahnbürste poliert werden (z. B. ApaCare® Polish).

In regelmäßigen Abständen sollte der Zahnarzt neben den Kontrolluntersuchungen eine professionelle Zahnreinigung durchführen bzw. von zahnärztlichem Hilfspersonal durchführen lassen. Am besten mit professionellen Poliersystemen und Pulverstrahltechniken unter Anwendung von Polierpulvern aus synthetischem Zahnschmelz (z. B. ApaPearls®).

Zum Bleichen der Zähne werden sauerstofffreisetzende Substanzen wie Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid in Form von Gelen, oft in Verbindung mit vom Zahnarzt individuell gefertigten Bleichschienen, eingesetzt. Je nach Konzentration, Einwirkzeit und Art der Anwendung wirken diese nur an der Zahnoberfläche oder auch in der Oberflächenrandschicht bzw. im Zahninneren.

Seit Änderung der Kosmetikverordnung am 17.07.2012 dürfen Zahnpasten für die häusliche Anwendung Wasserstoffperoxid nur noch bis zu einer Konzentration von 0,1 % enthalten. Die bleichende Wirkung ist damit auf unwesentliche Effekte beschränkt. Was bleibt, ist eine gewisse Säurewirkung und bei regelmäßiger Anwendung eine Aufrauhung der Zahnoberfläche, nicht selten mit der Tendenz, auf lange Sicht die Anlagerung von Farbbelägen sogar zu begünstigen und den Zahnschmelzverschleiß zu beschleunigen. Auch Bleichmittel aus dem Drogeriemarkt sind demnach in der Wirkung sehr limitiert. Je nach Anwendung z. B. in Form von Strips oder Sticks kann es zu unschönen Fleckenbildungen auf den Zähnen kommen.

Nachhaltige Bleichergebnisse können nur vom Zahnarzt erreicht werden. Dieser beginnt die Bleichtherapie mit einer professionellen Zahnreinigung und der Versorgung von kariösen Läsionen oder undichten Füllungen etc. Nur der Zahnarzt kann Befunde wie freiliegende Zahnhälse und dünnes Zahnfleisch beurteilen und danach die richtige, schonende (verantwortliche) Bleichtechnik auswählen.

Von Turbo-Bleichtechniken wie der Verwendung von sehr hochprozentigem Wasserstoffperoxid (bis zu 40 %), teilweise in Kombination mit Wärme oder Licht, ist man wissenschaftlich wegen möglicher Pulpa(Zahnnerv)- und Wurzelschädigung (sog. Resorptionen) abgekommen. Heute bleicht man in der Regel mittels individuell hergestellter Bleichschienen und z. B. 20–30%igen Carbamidperoxid- Gelen, die das Zahnfleisch schonen und über 3–10 Tage nacheinander über Nacht angewendet werden. Bei Nebenwirkungen wie Empfindlichkeiten oder Zahnfleischentzündungen wird die Bleichtherapie (vorübergehend) ausgesetzt. Das Bleichmittel dringt so in den Zahnschmelz ein, teilweise bis zum Zahnbein vor und oxidiert (spaltet) dort eingelagerte Farbsubstrate (soweit möglich, z. B. nicht bei Fluorose oder Tetrazyklinverfärbungen etc.).

Darüber hinaus werden die prismenartigen Strukturen des Zahnschmelzes aufgeraut und auch angelöst, was die Lichtleitung aus der Tiefe des Zahninneren heraus vermindert und den Zahn weiß-opaker erscheinen lässt. In den ersten ein bis zwei Tagen nach der Bleichung wird der Zahn alleine durch den Wasserentzug beim Bleichen heller. Das Bleichergebnis kann somit erst am 3. Tag nach vorläufigem Abschluss des Bleichens betrachtet werden, wobei ein Nachbleichen im Anschluss jederzeit möglich ist.

Ganz wichtig ist es, am Ende der Bleichtherapie die durch das Bleichmittel verursachten Rauheiten und Poren an der Oberfläche des Zahnschmelzes zu verschließen, damit keine Farbsubstrate anhaften oder eindringen können und das Bleichergebnis möglichst lange vorhält. Dies gelingt über drei Wochen durch tägliches Tragen der Bleichschiene mit Zahnschmelzpasten bzw. Reparaturpasten (keine reinigenden Zahnpasten!) wie z. B. ApaCare® Repair Intensiv-Reparatur.

Die dadurch begründete Einlagerung von weißem medizinischem Zahnschmelz (Hydroxylapatit) an die Zahnoberfläche begünstigt das Bleichergebnis zusätzlich. Unter Umständen müssen Zahnfüllungen oder Kronen nach dem Bleichen gegen hellere ausgetauscht werden.

Die Zahnschmelzprismen werden durch Mineralaustausch mit dem Speichel ganz langsam wieder umkristallisiert, damit repariert und erlangen zunehmend ihre ursprüngliche Transparenz zurück. Auch können sich erneut Farbstoffe an oder in die Zähne einlagern.

Je schonender und nachhaltiger gebleicht wurde (Einwirkzeit des Bleichmittels mit der Bleichschiene), umso tiefer reicht das Bleichergebnis, umso weniger Schäden gibt es an den Oberflächen und umso länger dauert die Rekristallisation. Insbesondere bei regelmäßiger Anwendung von Zahnschmelzpasten/Reparaturpasten wie ApaCare® Repair Intensiv-Reparatur z. B. zwei- bis dreimal wöchentlich über den Bleichvorgang hinaus bleiben die Ergebnisse auch über Jahre stabil oder bilden sich nur langsam zurück.

Über Turbo-Bleichtechnik nur an der Oberfläche erzielte Bleichergebnisse halten oft nur kurzzeitig vor.

Da die Bleichwirkung im Wesentlichen den Zahnschmelz betrifft, können besonders eindrückliche Aufhellungen bei dickem Zahnschmelz junger Patienten erzielt werden.

Bei älteren Patienten mit dünnerem Zahnschmelz oder im Zahnhalsbereich können dagegen oft keine nachhaltigen Aufhellungen erreicht werden. Auch viele Verfärbungen wie z. B. weißliche Fluoroseflecken oder gelbliche Tetrazyklinverfärbungen sind nicht bleichbar. In diesen Fällen empfiehlt es sich, im Mund modellierte oder im Zahntechniklabor nach Abformung hergestellte Verblendschalen aus Kunststoff oder Keramik – sogenannte Veneers – auf die Zähne aufzukleben.

In der Tat kann es zum Beispiel mit dem Absterben von Nervengewebe (Pulpa) im Inneren des Zahnes oder auch durch Reaktionen von (Wurzelkanal-) Füllmaterialien zu internen Zahnverfärbungen kommen. Manche dieser sind auch angeboren, durch Arzneimittelnebenwirkungen entstanden oder Begleiterscheinungen von Missbildungen.

Die meist dunklen, schwärzlich-grauen Verfärbungen von zerfallenem Pulpagewebe können oftmals sehr erfolgreich von innen heraus gebleicht werden. Der Zahnarzt überprüft davor die Wurzelkanalfüllung, die nicht selten vor interner Bleichung erneuert werden muss. Danach wird über einen Zeitraum von mehreren Tagen bis zu einer Woche ein Dauerbleichmittel in das Zahninnere eingelegt und der Zahn verschlossen. Bei dieser sogenannten Walking-Bleach-Technik kommt es über viele Stunden zu einer kontinuierlichen Sauerstofffreisetzung aus dem Bleichmittel, das in die Poren des Zahnes von innen eindringt und die Farbstoffe spalten und oxidieren kann. Nach Entfernung des Bleichmittels wird der Zahn dicht verschlossen und die Bleichung ist dadurch in den meisten Fällen sehr lange stabil.

Der Zahnschmelz steht mit dem in der Mundhöhle umgebenen Speichel in einem stetigen Mineralausgleich. Veränderungen der Schmelzprismen und Mikroporen, wie sie auch durch das Bleichen verursacht werden, bilden sich mit der Zeit zurück. Externe Bleichergebnisse sind daher zumeist nicht zeitstabil. Bleichanwendungen können grundsätzlich beliebig oft wiederholt werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass ausreichend lange Pausen von mindestens einigen Wochen zwischen den Bleichanwendungen eingehalten werden, damit keine dauerhaften Schäden und Aufrauhung am Zahnschmelz entstehen. Je älter die Patienten sind, desto dünner wird der Zahnschmelz mit der Zeit, was die Bleichergebnisse zunehmend erschwert. Zähne, die man einmal nicht oder nicht ausreichend bleichen kann, lassen sich auch mit wiederholter Anwendung in der Regel nicht aufhellen.

Bei ungleichmäßigem Auftragen oder Einwirkung des Bleichmittels, aber auch bei inhomogenem Zahnschmelz kann es zu teils unschönen flecken- oder linienartigen Veränderungen der Schmelzoberfläche kommen. In diesem Fall ist von einer nochmaligen Bleichmittelanwendung dringend abzuraten, um die Fleckenbildung nicht noch weiter zu forcieren. In der Regel bilden sich diese Effekte binnen Wochen durch Remineralisationseffekte aus dem Speichel zurück.

Unterstützt und beschleunigt werden kann dies durch das Auftragen/die Anwendung von Zahnschmelzpasten/Reparaturpasten wie z. B. ApaCare® Repair Intensiv-Reparatur mittels Medikamententrägerschienen (s. Experten-Tipp 4).

Bei Sturzverletzungen kann es zum Platzen von Blutgefäßen in der Zahnpulpa (Zahnnerv) mit anschließender Einblutung kommen, was zu Blauverfärbungen der Zähne, ähnlich einem Hämatom, führen kann. Diese bilden sich regelmäßig ohne weiteres Zutun zurück.

Eine Kontrolle beim Zahnarzt zum Ausschluss von Zahnfrakturen oder Zahnnerv-Schäden ist zu empfehlen.

Empfindliche Zähne und Abnutzung

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Zahnabnutzungen können in verschiedenen Formen und bedingt durch unterschiedliche Ursachen auftreten. Nicht selten sind Kombinationen unterschiedlicher Faktoren ursächlich. Sogenannten keilförmigen Defekten (Einkerbungen im Zahnhalsbereich siehe Bild oben) beugt man am besten durch eine nicht zu abrasive Zahncreme (ApaCare® Zahncreme mit flüssigem Zahnschmelz) und eine mittelharte Zahnbürste vor.

Experten-Tipp:
Bei der Putztechnik sollte man (unbewusste) Schrubb-Bewegungen vermeiden und die Zahnbürste nicht zu fest andrücken (Zahnfleisch wird unter der Zahnbürste gerade eben weißlich).

Sogenannte „Attritionen“ treten als scharfkantige Ausbrüche und Mikrofrakturen vor allem an Zahnkanten im Bereich der Kauflächen und der Schneidekanten auf. Ursächlich sind „2-Medien-Verschleißeffekte“: Zahn gegen Zahn z. B. durch exten

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